Nachhall aus Walhall – Wagners Werke Wirken Weiter am 28. & 29.01.2026
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele im Jahr 2026 widmete sich das Uniorchester intensiv dem Schaffen Richard Wagners. Neben der Aufführung seiner eigenen Werke spannte das Programm einen weiten Bogen bis in die Gegenwart und zeigte, wie nachhaltig Wagner die Musikwelt bis heute prägt. Anhand ausgewählter Beispiele wurde hörbar, welche Komponisten sich von ihm inspirieren ließen – etwa der japanische Komponist Joe Hisaishi, der sich für die Filmmusik zum Kinderfilm „Ponyo – Das Große Abenteuer am Meer“ am „Walkürenritt“ orientierte, oder John Williams, welcher u.a. Wagners Siegfried-Motiv in der Filmmusik der Star Wars-Saga eingearbeitet hat.
Die zweite Konzerthälfte wurde von einem Streichquartett eröffnet: Konzertmeisterin Eva Preinfalk, Kai Kuhn, Dirigent Albert Hubert an der Viola sowie Regina Hubert am Cello spielten die parodistische Auseinandersetzung Paul Hindemiths mit der Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“, was zu einigen Lachern für die witzige Komposition im Publikum führte.
Als anschließend das gesamte Orchester zur Uraufführung der „Fantasìa Wagneriana“ auf die Bühne zurückkehrte, war bei genauem Hinsehen eine besondere Erweiterung zu entdecken: Der oberfränkische Regierungspräsident Florian Luderschmid nahm an den Pauken Platz.
Die „Fantasìa Wagneriana“ wurde eigens für das Uniorchester Bayreuth komponiert. Sie greift bekannte Themen aus Wagners Opern auf und verarbeitet sie in einem Arrangement für Sologitarre und Orchester. Der Solist Michael Burbano verlieh der Musik eine überraschende Leichtigkeit, während das Orchester ihn mit romantisch schwelgenden Streicherpassagen und kraftvollem, wagnerischem Bläserklang begleitete. Das Werk zeigte sich als Favoriten – nicht nur unter den Mitwirkenden, sondern auch im Publikum.
Den Abschluss bildete „Mars“ aus der Suite „The Planets“ von Gustav Holst. Mit seinem brachialen Klang setzte der Satz einen eindrucksvollen Schlusspunkt – nicht zuletzt, da Holst als bekennender Wagner-Verehrer für diesen Teil der Suite Anregungen aus dem „Rheingold“ bezog.
Eine Konzertkritik vom Konzert können Sie beim Kurier lesen. Vielen Dank für den Artikel.
Dank, Förderung & Sponsoren
Dieses außerordentliche Programm konnten wir nur mit zahlreicher Unterstützung auf die Bühne bringen. Als Teil des offiziellen Jubiläumsprogramms von Festival 150 erhalten wir eine große Förderung der Oberfrankenstiftung und der Stadt Bayreuth. Als große Sponsoren konnten wir Musica Bayreuth und das Naupaka wieder gewinnen. Die Universität Bayreuth und das Studierendenwerk Bayreuth unterstützen v.a. unsere wöchentlichen Proben, ohne die gar nichts möglich wäre. Auf der inhaltlichen Ebene müssen die Musik- und Theaterwissenschaften der Universität mit Professor Anno Mungen und seinen Studierenden genannt werden. Sie haben uns bei der Programmfindung geholfen, die Texte im Programmheft geschrieben und waren für jegliche Fragen offen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Personen und Institutionen, die uns unterstützen, fördern und sponsorn sehr herzlich bedanken!
Programm
Wir spielten an beiden Konzertterminen dasselbe Programm.
- Richard Wagner: „Walkürenritt“ – Orchestervorspiel zum 3. Aufzug aus Die Walküre (arr. Grossmann)
- Joe Hisaishi: Ponyo Flies – ein Thema aus dem Film Ponyo – Das große Abenteuer am Meer (arr. Zdralek)
- Richard Wagner: Siegfrieds Hornruf („Haha! Da hätte mein Lied mir was Liebes erblasen“) – Siegfried, 2. Aufzug (Solo: Felix Rebeschieß, Horn)
- John Williams: Luke’s Theme – Bearbeitung von Siegfrieds Hornruf und Star Wars Luke’s Theme (arr. Lee)
- Richard Wagner: „Allmächt’ge Jungfrau, hör mein Flehen“ – Tannhäuser, 3. Akt (Solo: Iris Meier, Sopran)
- Felix Mendelssohn Bartholdy: „Ein‘ veste Burg ist unser Gott“ (Choral) – 4. Satz aus der Reformations-Sinfonie (Sinfonie Nr. 5 in D-Dur/d-moll op. 107)
- Richard Wagner: Kaisermarsch
Pause
- Paul Hindemith: Ouvertüre zum „Fliegenden Holländer“, wie sie eine schlechte Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom Blatt spielt (Streichquartett)
- Ismael Mora: Fantasía Wagneriana (Uraufführung; Solo: Michael Burbano, Gitarre)
- Richard Wagner: „Auf, Loge, hinab mit mir!… Hehe! Hehe!“ – Das Rheingold, 2. Szene (arr. Zdralek)
- Gustav Holst: „Mars, der Kriegsbringer“ – 1. Satz aus Die Planeten (op. 32)
















